Auf dem Weg zum eigenen Startup liegen so manche Hindernisse, die es zu überwinden gilt. Um sich den Traum vom eigenen Unternehmen zu erfüllen, der eigene Chef zu sein, gehört vieles dazu, was Du beachten solltest.

Viele denken dabei oft an allseits bekannte Erfolgsstorys aus den USA, wie die von Facebook, Google oder Microsoft, weltbekannte Unternehmer wie Mark Zuckerberg, Larry Page, Sergey Brin oder Bill Gates sind ein Vorbild für viele Gründer und prägen das Unternehmertum von gestern und heute. Oft hört man von Geschäftsideen, die über Nacht in der Disco entstehen oder der Geschichte von Apple, wonach alles in einer Garage angefangen hat. Mythos oder Wahrheit?

Aller Anfang ist schwer und keine Geschäftsidee lässt sich ohne jede Menge Fleiß, harte Arbeit und dem nötigen Feuer für die eigene Idee in ein erfolgreiches Unternehmen umwandeln. Der Weg von einer Schnapsidee bis hin zum erfolgreichen Startup gelingt nur den Wenigsten. Sich in die Selbständigkeit zu wagen birgt vermeintliche Risiken. Nichtsdestotrotz sollte man die Möglichkeiten und Chancen der eigenen Vision ins Auge nehmen.

Wie Dein Weg von der ersten Geschäftsidee bis hin zum erfolgreichen Startup und dem Traum Dein eigener Chef zu sein aussehen kann, erklären wir Dir mithilfe von 10 Schritten.

1. Habe ich das Zeug zum Gründen?

Eine erfolgreiche Neugründung hängt vor allem von Dir selbst ab. Du solltest eine ganze Reihe an Eigenschaften mitbringen, z. B. die Bereitschaft alles für Deine Idee zu geben und die Bereitschaft ein gewisses Risiko einzugehen. Aber auch die Eigenschaft belastbar zu sein und die Fähigkeit Menschen zu motivieren solltest Du mitbringen. Zudem solltest Du auch fachliche Kenntnisse haben (z. B. Branchenkenntnisse oder betriebswirtschaftliche Grundlagen), um im Markt, in dem Du Dich bewegst bestehen zu können. Daneben spielen aber auch Faktoren wie Deine aktuelle Lebenssituation (Familie und Beruf) und Deine finanzielle Lage eine wichtige Rolle.

Die genannten Eigenschaften sind keines Falls ein Ausschlusskriterium. Die aller wenigsten Gründer erfüllen alle Eigenschaften. Das aller Wichtigste was Du bei einer Neugründung beachten solltest ist für Deine Idee zu brennen und von Ihr zu 100 % überzeugt zu sein, weil nur so gelingt es Dir auch andere Menschen von Deiner Idee und Deinen Visionen zu überzeugen. Weil Du nicht alle Aufgaben unter einen Hut bekommen kannst oder fachlich dafür ausgebildet bist, bist nicht nur Du, sondern Dein gesamtes Team entscheidend für den Erfolg der Idee. Deswegen sollte sich Dein Team idealerweise gegenseitig ergänzen, sodass möglichst viele Fähigkeiten abgedeckt werden. Investoren investieren nämlich oft nicht in Deine super tolle Idee, sondern in das Team, welches hinter der Idee steckt.

2. Deine Idee ist Dein Schatz

Wie bereits erwähnt ist es von großer Bedeutung, dass Du für Deine Idee das nötige innere Feuer entwickelst. Deine Idee ist der wichtigste Baustein auf Deinem Weg ganz nach oben. Dabei ist es total egal, ob Du eine Idee hast, die es so noch nie gab und damit ein innovativer Vorreiter bist oder ob Du ein Geschäftsmodell kopierst und es einfach besser machst als die Konkurrenz. Ob durch klassisches Brainstorming, einen Party Abend mit Deinem besten Buddy oder dem erhofften Geistesblitz, ganz egal wie Deine Idee zustande kommt, habe Mut Deine eigenen Ideen zu verwirklichen und trau Dich anzupacken. Brennst Du für Deine Idee? Dann nichts wie los, fang an!

Natürlich wird aus einem kleinen Feuer nicht gleich ein riesiger Flächenbrand, dazu gehört schon ein bisschen mehr. Aber die eigene Idee ist die Grundlage für Deine Unternehmung. Am Ende des Tages gibt es aber natürlich viele Faktoren, die dafür ausschlaggebend sind, ob Deine Idee den erhofften Flächenbrand auslöst. Gibt es einen Markt? Gibt es Kunden? Besteht eine Zahlungsbereitschaft? Was macht mich besser als die anderen? Ist mein Team gut aufgestellt? Fragen über Fragen. Deswegen ist es wichtig seine Idee gut zu planen und für das tägliche Geschäft tauglich zu machen.

3. Business Model Canvas

Es besteht ein wesentlicher Unterschied zwischen einer Idee und einem Geschäftsmodell, welches in der Lage ist Cash-Flow zu generieren. Deswegen ist es wichtig seine Idee(n) strukturiert zu Papier zu bringen. Mithilfe des Business Model Canvas, einer strategischen Management- und Lean-Startup-Vorlage für die Entwicklung neuer oder die Dokumentation vorhandener Geschäftsmodelle, lässt sich am besten prüfen, ob Deine Idee für immer eine Idee bleibt oder ob Deine Idee tatsächlich in einem Markt eine bestimmte Zielgruppe adressiert und langfristig Cash-Flow generieren kann. Das Business Model Canvas beleuchtet dabei die zentralen Elemente einer Unternehmung. Am besten malst Du den Rahmen des Business Model Canvas auf eine große Leinwand und schnappst Dir ein paar Zettel, die Du dann dort darauf klebst. Das Business Model Canvas ist universell und lässt sich sowohl für Startups in der Frühphase als auch für größere Unternehmen verwenden, um neue Ideen zu generieren oder das Geschäftsmodell noch einmal zu überprüfen.

Im Wesentlichen machst Du Dir Gedanken über Deine wichtigsten Partner und Deine wichtigsten Mittel und Aktivitäten. Außerdem hilft Dir das Modell Dein Wertversprechen kurz und knapp zu formulieren. Das Business Model Canvas beleuchtet zudem die Kunden Seite. Welche Kundensegmente kannst Du bedienen? Wie sieht die Kunden Beziehung aus? Und über welche Kanäle erreichst Du Deine Kunden? Die letzten beiden Elemente (Kosten und Einnahmen) decken die finanzielle Seite ab. Ganz konkret: Wie wirst Du Geld verdienen? Und welche Kosten stehen dem gegenüber?

Mithilfe dieser Leitfragen wandelst Du Deine Idee in ein geschäftsfähigen Masterplan um!

4. Der Mom Test & „Trial and Error“

Du selbst bist von Deiner Idee hin und weg und denkst Du bist das neue Apple? Doch was denken andere Menschen über Deine Idee? Vielleicht ist es wirklich nur eine Schnapsidee. Der Mom Test ist eine Methode, um herauszufinden, ob Deine Geschäftsidee wirklich das Zeug zum großen Wurf hat. Ziel ist es gezieltes und kritisches Feedback zu sammeln. Wie der Name schon sagt, hat es etwas mit Deiner Mutter zu tun. Wenn Du Deine Mutter fragst, wie sie Deine Geschäftsidee findet, wird sie immer sagen, wie toll diese ist und wird nichts auszusetzen haben. Aber vielleicht denkt sie eigentlich ganz anders darüber, will Dich aber als Mutter nicht verletzen. Deswegen stell die richtigen Fragen und frag möglichst viele Menschen, die Du nicht kennst und die Dich nicht kennen. Diese Menschen sind mit hoher Wahrscheinlichkeit die ehrlichsten Menschen, auch wenn die Wahrheit manchmal weh tun kann. Der zweite Teil der Methode besteht darin wirklich gute Fragen zu stellen. Fragen, die mit Ja und Nein beantwortet werden können, sind für den Mom Test schlechte Fragen. Ein negatives Beispiel ist: “Findest du meine Geschäftsidee gut?“ Besser formuliert müsste es heißen: “Wie findest Du meine Geschäftsidee und warum?“ Fragen dieser Art helfen Dir herauszufinden was Deine Idee taugt.

Wenn Du genug Feedback von Deinen Konsumenten gesammelt hast, dann nichts wie los: Die Entwicklung Deines Angebotes, egal ob physisches Produkt oder Dienstleistung, steht an. Am besten kannst Du Dein Angebot entwickeln, wenn dies interaktiv mit den Kunden geschieht. Stell ein Minimum Viable Product (MVP) auf und hol Dir das Feedback der Kunden ein. Daraufhin verbesserst Du Dein Angebot und holst Dir erneut das Feedback der Kunden ein. Dies machst Du immer und immer wieder. Das hilft Dir möglichst effizient in die Richtung Deiner Zielkunden zu entwickeln. Diese Methode wird Trial-and-Error (Versuch und Irrtum) genannt. Dieser Prozess kann sich über mehrere Jahre ziehen, was nicht weiter schlimm ist, denn niemand startet direkt mit einem perfekten Produkt. Fang an und sammle Feedback!

5. Teamwork

Um erfolgreich zu werden bist nicht nur Du alleine verantwortlich. Als Hüter der heiligen Geschäftsidee bist Du zwar der Lenker und Denker, aber Du brauchst ein homogenes und funktionierendes Team, um Deine Ziele erreichen zu können. Wie bereits erwähnt sollte jeder im Team verschiedene Spezialbereiche abdecken, sodass es möglichst wenige Überschneidungen gibt. Es gibt einige begabte junge Männer und Frauen, aber prüfe immer, ob Der- oder Diejenige auch tatsächlich in Dein Team passt. Fähigkeiten lassen sich erlernen, die Teamchemie lässt sich dagegen nur schwer verändern. Dein Team ist extrem wichtig, deswegen solltest Du Dir die entsprechende Zeit dafür nehmen sorgfältig auszuwählen, wer in das Team passt und Dir auch weiterhelfen kann. Du kannst nicht alle Aufgaben alleine erledigen, aus diesem Grund ist es umso wichtiger Personen ins Team zu integrieren, denen Du vertrauen kannst und denen Du Aufgaben ohne Bedenken übertragen kannst. Eine offene und ehrliche Kommunikation ist in einem Team das A und O. Auf der einen Seite sollte das Team in der Lage sein, Kritik offen anzusprechen, auf der anderen Seite aber auch in der Lage sein, Erfolge zu feiern. Hast Du Dir Dein Team zu Deiner Zufriedenheit zusammengestellt, kannst Du Dich auf Deine wesentlichen Aufgaben konzentrieren und wirst mit Sicherheit ruhiger schlafen!

6. Die Konkurrenz schläft nicht

„Die geschickteste Art, einen Konkurrenten zu besiegen, ist, ihn in dem zu bewundern, worin er besser ist.“ (Zitat Peter Altenberg). Dieser Satz fasst sehr gut zusammen, was Schritt 6 aussagen soll. Kenne Deine Konkurrenz bis auf die Unterhose, die der Praktikant, des anderen Unternehmens, trägt. Mache Dir klar, wer auf dem Markt agiert und wer für Dich eine Konkurrenz darstellt. Sammle Informationen über diese Unternehmen und schaue, was sie wirklich besser machen als Du. Dabei gilt es nicht die Augen zu verschließen und zu behaupten Dein Produkt/ Deine Dienstleistung sei von Konkurrenz nicht betroffen. Nur wenn Du den Markt und die agierenden Player auf diesem Markt kennst, kannst Du Dein Unternehmen zum Erfolg führen. Was machst Du besser als alle anderen? Was machen die anderen aber auch besser als Du? Häufig kannst Du von anderen Unternehmen lernen oder Dir gewisse Dinge abschauen. Wie Peter Altenberg sagt: „[…] bewundern, worin er besser ist.“ Wenn Du Deine Konkurrenz bewunderst, dann fühlen sie sich geehrt und ruhen sich evtl. auf ihrem Erfolg aus. Konkurrenz belebt das Geschäft und ist ein Zeichen dafür, dass es das Bedürfnis, welches Du bedienen willst, existiert. Verschließe Dich nicht, sondern sei offen für neues und sei offen für Veräderungen. Das Thema Wandel ist ein enorm wichtiges. Wenn Du in der Lage bist proaktiv zu handeln und bereit für den Wandel bist, hast Du Chancen Dich langfristig zu etablieren und die Konkurrenz auszuschalten.

7. Businessplan

Mit dem Businessplan wird Deine Geschäftsidee ein zweites Mal auf die Probe gestellt. Der Businessplan ist mehr auf Zahlen, Daten und Fakten basiert, als das Business Model Canvas. Im Rahmen des Businessplans prüfst Du, ob Deine Unternehmung tatsächlich in der Lage ist irgendwann positive Zahlen zu schreiben. Der Businessplan ist meist die Voraussetzung, um überhaupt mit Investoren ins Gespräch zu kommen. Die Investoren interessiert meist nicht die Idee, sondern für sie ist es ein risikoreiches Investment. Aus diesem Grund wollen sie genauestens darüber Bescheid wissen, wofür das Geld ausgegeben wird und wie es wieder reingeholt werden soll. Im Rahmen des Businessplans stellst Du alle Ausgaben und Einnahmen gegenüber. Grundsätzlich betrachtest Du die nächsten drei oder fünf Jahre. Du legst fest, wo Du hinwillst und kannst immer wieder kontrollieren, ob Du Dich entsprechend der festgelegten Ziele entwickelst oder ob Anpassungsbedarf besteht. Dabei bist Du nicht ganz auf Dich allein gestellt. Im World Wide Web gibt es einige seriöse Vorlagen, die Du nutzen kannst. Wenn Dein Businessplan wasserfest ist, dann steht Dir nichts mehr im Weg Investoren oder auch Banken anzusprechen. Dein Businessplan ist also für Dich selbst zur internen Steuerung und Kontrolle sinnvoll, ist aber ebenso für die Kapitalsuche unerlässlich.

8. GmbH? UG? GbR? Oder doch AG?

Es ist wichtig genau die richtige und für die Unternehmung sowie für Dich persönlich passenden Rechtsform zu finden. In Deutschland gibt es viele verschiedene Rechtsformen. Es gibt vier übergeordnete Kategorien von Unternehmensformen. Erstens das Einzelunternehmen. Hierunter fällt lediglich der eingetragene Kaufmann. Diese Unternehmensform ist auch unter der Kleinunternehmerregelung bekannt. Somit bist Du bis zu einem jährlichen Umsatz von 17.500 € von der Steuer befreit. Als Zweites gibt es die Personengesellschaften. Darunter fallen die GbR, die OHG, die KG, die Part G und die GmbH & Co. KG. Bei Personengesellschaften haftet mindestens ein Gesellschafter in vollem persönlichen Umfang. Die dritte Kategorie sind die Kapitalgesellschaften. Unter diese Kategorie fällt die GmbH, die kleine Schwester, die UG, die gGmbH, die AG und die Ltd.. Bei Kapitalgesellschaften hingegen haften nicht die Gesellschafter persönlich mit ihrem privaten Vermögen, sondern die Gesellschaft mit ihrem Gesellschaftsvermögen. Als letzte Kategorie ist die eingetragene Gesellschaft (eG) zu nennen.

Die Wahl der Rechtsform, ist dabei von drei wesentlichen Kriterien abhängig: Betriebswirtschaftliches Kriterium, steuerliches Kriterium und rechtliches Kriterium. Unter das betriebswirtschaftliche Kriterium fällt die Gewährleistung einer optimalen Finanzierung, mögliche Auswirkungen auf das Image sowie die Höhe der Gründungskosten. Unter das steuerliche Kriterium fallen die Steuerbelastung, aber auch die Verlustberücksichtigung. Das rechtliche Kriterium betrachtet vor allem haftungsrechtliche und gesellschaftsrechtliche Aspekte. Vor diesen Hintergründen solltest Du Dich ausreichend informieren und vielleicht sogar mit einem Anwalt Deiner Wahl eruieren, welche Rechtsform für Deine Unternehmung und Deine persönliche Situation die beste ist. Do it!

9. Kein Geld?

Ein häufiges Problem bei jungen Startups ist das Kapital. Hauptaufgabe ist es natürlich so gut es geht mit dem eigenen Startkapital zu haushalten und dabei den maximalen Output zu generieren. Aber gleichzeitig ist dies auch eine Chance. Typischerweise begeben sich Startups auf die Such nach Fremdkapital. Du bist gut ausgestatte, hast ein valides Geschäftsmodell, kennst den Markt und die Konkurrenz und hast dazu noch ein bärenstarkes sich ergänzendes Team. Es ist für Dich an der Zeit Investoren anzusprechen und Geld einzusammeln. Was Du dafür brauchst? Es benötigt lediglich eine kleine Präsentation („Pitch“) und Dein inneres Feuer bei der Präsentation. Du musst fremde Personen davon überzeugen ihr Geld in Deine Unternehmung zu stecken, wo noch keiner so richtig weiß, wohin die Reise geht. Vermittle den Investoren Vertrauen und trete souverän auf! Wenn Du zu Beginn Deiner Gründung fremdes Kapital benötigst nennt man dies ein Seed-Investment. In der Regel werden hier eher kleinere Summen investiert, da noch nicht abzuzeichnen ist, wie sich Dein Unternehmen entwickelt. Aber vielleicht hast Du die Anfangsphase ja auch aus eigenen Mitteln oder mithilfe Deiner Familie gestemmt. Wenn Du schon reifer bist besteht die Möglichkeit erneut Geld einzusammeln. In dieser Finanzierungsrunde („Series A“) werden schon größere Summen investiert, da sich der zukünftige Weg deutlich besser beurteilen lässt. Über die nächsten Jahre kannst Du immer wieder Finanzierungsrunden abschließen und frisches Kapital einsammeln („Series B“, „Series C“, …). Es gibt keinen festgelegten Zeitpunkt und auch keine festgelegte Anzahl an Finanzierungsrunden. Das alles ist komplett Dir überlassen. Es ist auch nicht immer ratsam lediglich fremdes Kapital einzusammeln. Heutzutage sind auch Business Angles immer öfter vertreten. Dies sind Personen, die auf der einen Seite Fremdkapital zur Verfügung stellen, auf der anderen Seite Deine Unternehmung aber auch mit Wissen, Branchen Know-How und ihrem Netzwerk unterstützen. Wenn Du aber noch ganz frisch bist und gerade erst gegründet hast oder Dich noch in der Gründungsphase befindest, ist es sehr schwer Fremdkapital einzusammeln. Deswegen gibt es andere Möglichkeiten Dich und Dein Unternehmen zu finanzieren. Es gibt z. B. viele Stipendien, die Dir monatliche Fördersummen zuschreiben. Hier gilt es vor allem das Gründerstipendium NRW sowie das EXIST Gründerstipendium zu nennen. Das EXIST Gründerstipendium legt Wert auf forschungs- und technologieorientierte Projekte. Das Gründerstipendium NRW eröffnet Startups aus NRW die Chance, ihre innovative Geschäftsidee auf den Weg zu bringen und in die Gründerszene ihrer Region einzusteigen. Außerdem gibt es diverse, vor allem universitäre Einrichtungen die Dein Gründungsvorhaben unterstützen. Informiere Dich dazu im Internet und schaue, welche Einrichtungen Dich in Deiner Nähe unterstützen können. Eine weitere Frühfinanzierungs-Möglichkeit ist der High-Tech Gründerfond. Hier solltest Du in jedem Fall probieren ein Investment zu bekommen. Wenn Du keine dieser Optionen erhalten kannst, gibt es immer noch zwei weitere Möglichkeiten. Die erste ist das sogenannte Bootstrapping. Bei dieser Strategie liegt der Fokus auf dem Wachstum des Unternehmens lediglich durch die Einnahmen aus dem operativen Geschäft. Es ist eine Möglichkeit, die vermutlich länger dauert, aber um der Welt die Augen zu öffnen, sollte man es auf jeden Fall probieren. Eine andere Möglichkeit ist das Crowdfunding. Crowdfunding ist eine Finanzierungsform, bei der Leute auf der ganzen Welt Dein Projekt unterstützen, indem sie für kleine Give Aways oder das Produkt selber ein wenig mehr bezahlen und quasi spenden. Egal welchen Weg oder welche Wege Du einschlägst, schöpfe immer alle Möglichkeiten die sich Dir bieten aus!

10. Kapitulieren? Oder neu aufstellen?

Wie bei Schritt vier erläutert, ist es wichtig sein Produkt oder seine Dienstleistung in mehreren Iterationsschritten zu verbessern („Trial & Error“). Das kann sich über mehrere Monate oder sogar Jahre hinziehen. Am Ende des Tages muss das Produkt aber von den Kunden gekauft werden. Ab einem gewissen Punkt solltest Du hinterfragen, ob dies der Fall ist, oder ob Du der einzige bist, der das Produkt oder die Dienstleistung kauft. Wenn Deine Idee schlussendlich nicht vom Markt und den Kunden angenommen wird, ist dies kein Grund die weiße Flagge zu hissen und zurück in Dein langweiliges Berufsleben zu gehen. Du solltest auf keinen Fall aufgeben, sondern Dir vielmehr Gedanken machen, wieso Deine Idee nicht angenommen wird! Du hast es schon weit geschafft, warum solltest Du jetzt aufgeben? Bleib am Ball und versuch, dass was Du erreicht hast zu analysieren und mögliche Fehler herauszufiltern. Aus diesen Fehlern kannst Du lernen und besser werden. Fehler zu machen ist menschlich und gehört zu jeder Unternehmung dazu. Versuche Dich erneut in die Anfangssituation hineinzuversetzen und stelle Dir alles kritischen Fragen aus Schritt 1 bis 9. Du solltest auch Dein Geschäftsmodell in diese Analyse mit einbeziehen. Nur weil Du versuchst Dich zu reflektieren und Dich neu auszurichten heißt dies nicht, dass Du gescheitert bist. Falsch! Es gibt genügend Beispiele, die zeigen, dass eine Neuausrichtung den entscheidenden Durchbruch liefern kann. Gib niemals auf uns glaub an Deine Träume und Visionen. Du hast alles selber in der Hand.

Erzähl uns von Deiner Story! Wir wollen von Deinem individuellen Weg hören und darüber berichten!

Author Kai Aichinger

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