Hallo Christopher, vielen Dank für Deine Zeit. Du bist der Gründer und Geschäftsführer von Ocha Ocha. Bei dem Namen würde ich persönlich nicht direkt an Tee denken. Aber erklär doch bitte einmal euer Geschäftsmodell.

„Wir verkaufen keinen Tee“, oder halt, doch? Ocha Ocha ist mehr als purer Tee, es ist die Teebellion und somit der Aufstand gegen den überzuckerten Getränkemarkt in Deutschland. Müde von sich irgendwie gleichenden Eistee-Kreationen und künstliche schmeckenden Zero-Limonaden, hat Tee wirklich Potenzial. Wenn er denn gut ist und die Qualität über dem liegt, was wir aus Teebeuteln gewöhnt sind. Dann schmeckt er auch kalt und ohne jegliche Süßung. Schon mal fruchtigen Grüntee getrunken?

Tatsächlich habe ich, außer den Tee von Ocha Ocha, vorher noch nie fruchtigen Grüntee getrunken. Wie seid ihr denn auf diese tolle Idee gekommen?

Ich war 2016 im Auslandssemester in Japan. Dort gibt es an jeder Ecke kalte, ungesüßte Tees zu kaufen und diese Getränke-Kategorie ist aus dem Alltag dort nicht weg zu denken. Nach einigen Selbstversuchen und positiven Reaktionen von Freunden starteten wir unsere Geschäftsidee voran zu treiben.

Wenn ich mir das so höre ist Ocha Ocha wieder nur ein Getränk mehr im Getränke Jungel. Warum soll ich ausgerechnet den Tee von Ocha Ocha kaufen?

Schon mal was zucker- und süßungsfreies außer Wasser oder Bier in deutschen Kühlregalen gefunden (falls ja, bitte meldet euch)?

Zuckerfreie Getränke gibt es viele, aber da hast du natürlich Recht, dort sind überall Süßungsmittel drin versteckt. Ein gesundes Getränk, das dazu auch noch schmeckt! Eine große Herausforderung. Was wollt ihr mit Ocha Ocha erreichen?

Wir wollen den Getränkemarkt zuckerfreier und nachhaltiger entwickeln. Wir wollen zeigen, was im Naturprodukt Tee, sowie Kräutern und Früchten steckt. Aromastoffe waren gestern. Natur pur ist das Stichwort.

„Natur pur“, damit trefft ihr den Zahn der Zeit! Wo soll es denn in der Zukunft mit Euch hingehen?

Unser oberstes Ziel ist es, das nachhaltigste Getränk am Markt zu schaffen mit der Zeit den Leuten zu zeigen, dass Tee auch kalt total geil ist (und man ihn super zu Hause selbst machen kann).

Jetzt kommen wir zu den Fakten. Wie viel Umsatz habt ihr bisher gemacht?

Ein Getränke-Unternehmen beginnt sich erst zu rechnen ab ca. 100.000 verkauften Einheiten pro Mitarbeiter.

Okay, das ist eine Hausnummer! Ich nehme an, so weit seid ihr noch nicht. Aber seit deinem Auslandssemester 2016 hast du bestimmt schon eine Menge lernen können. Was ist eine Erfahrung, die du den Leuten unbedingt weitergeben möchtest?

Glaubt immer an eure Vision, euer WARUM und lasst euch von keinem erzählen, es klappt oder geht nicht (Reibt euch dabei aber nicht auf. Gesundheit und Familie gehen immer vor).

Lieber Christopher, vielen Dank für das nette Gespräch und viel Erfolg bei eurer Teebellion!

Author Kai Aichinger

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