Intelligentes Selbstmarketing für coole Business Ladies

Wie sieht pfiffiges Selbstmarketing, dass nachhaltig Früchte trägt eigentlich wirklich aus?
Wer glaubt Selbstmarketing bezieht sich nur auf Oberflächlichkeiten liegt falsch. Gut gemachtes, sinnvolles Selbstmarketing ist ein individuelles Gesamtkonzept und geht weit über eine ansprechende Optik und ein selbstbewusstes Auftreten hinaus. Außerdem, mit gut gemachten Selbstmarketing öffnen wir uns verschlossene Türen und fegen andere einfach weg vom Parkett.

Lieber Klassefrau oder Durchschnitt?

Aber wie genau unterscheidet sich eine Klassefrau von einer engagierten Angestellten, die am Ende dann doch wieder hinten runter fällt? Ganz sicher ist eine Klassefrau charmant, fachlich 1A, agiert klug und vermarktet sich geschickt. Und hier liegt der Hase im Pfeffer. Sich geschickt zu vermarkten bedeutet nicht nur, selbstbewusst aufzutreten, es beinhaltet ein ganzes Paket an Verhaltensmaßnahmen, das schließlich das Gesamtbild ergibt, mit dem wir andere von uns begeistern. Und, es lässt uns einfach authentisch wirken.

Eine glänzende Karriere und dabei 100% authentisch.

Bei genauerer Betrachtung ist es auch nur logisch, dass die Frauen am Ende siegen, die authentisch wirken. Bei einer Fülle an gleich gut qualifizierten Frauen wird ein Personalentscheider immer derjenigen den Vorzug geben, die sympathisch, angenehm und vor allen Dingen, echt herüberkommt. Authentizität ist also ein Schlüsselfaktor, der uns einen Schritt weiter bringt. Doch wie kann man das erlernen? Da wir alle mehr oder weniger visuell veranlagt sind, schaffen wir mit einer gekonnten Körpersprache die erste Etappe zu mehr Authentizität. Wenn unser Auftritt geschlossen wirkt, wie aus einem Guss, dann erscheinen wir oberflächlich gesehen schon mal echt. Dazu gehört auch, dass wir wissen, wie man bei Präsentationen fachliche von emotionalen Inhalten trennt und diese durch ein entsprechendes Verhalten auch so kommuniziert. Authentische Körpersprache ist zwar nicht so einfach und bedarf durchaus einiger Übung, aber sie ist erlernbar.

Intelligent = achtsam? Ganz genau!

Intelligentes Selbstmarketing bedeutet aber auch, dass wir uns selbst im Auge behalten. Dass wir uns gesund erhalten und auf unsere Bedürfnisse achten. Unseren Körper zu überanstrengen und ihm keine Erholungsmöglichkeiten anzubieten ist der falsche Weg. Die vielgeliebte Work Life Balance muss sich flüssig in den beruflichen und privaten Alltag integrieren und vor allen Dingen leicht durchführbar sein. Auch hier nutzt es nichts, wenn wir einfach wild drauflos werkeln und dann unsere guten Vorsätze doch wieder sein lassen, weil es zu mühsam ist.

Das Geheimnis einer coolen Business Lady: Berufliche Exzellenz am richtigen Arbeitsort!

Klar, eine echte Business Lady geht ihren Weg zielgerichtet und gradlinig. Sie macht sich stark für Ihre Aufgabe, arbeitet engagiert und bleibt sich vor allen Dingen treu. Treu auch hinsichtlich des Arbeitsortes. Übrigens, wie die Biene, aber dazu später mehr. Arbeiten in der Branche in der man sich am wohlsten fühlt, wo man am besten aufgehoben ist und sich alle Kompetenzen gewinnbringend einsetzen lassen, sind weitere Schlüsselfaktoren. Hier stehen Motivation, Engagement und Ertrag im richtigen Verhältnis zueinander. Frauen die sich ewig bloß beschweren und meckern sind schlicht am falschen Platz. Solche Kolleginnen wirken dann leider wie ein „Energieabstauber“ und wer will sich schon mit Jemand abgeben der abschöpft, aber nichts zurückgibt? Wenn es dann noch zum Zickenkrieg kommt, verlieren diese Frauen vollends ihr Gesicht. Letztlich schadet ein solches destruktives Verhalten dem gesamten Arbeitsklima immens. Nicht selten führt es für die betreffende Dame zum Ausschluss aus der Gemeinschaft und das ist dann wirklich sehr schade.

Erfolge clever kommunizieren? Ja bitte!

Verständlicherweise hat nicht jede Frau Lust darauf sich dahin zustellen und sich anzupreisen wie ein Marktschreier auf dem Hamburger Fischmarkt. Das ist vielen Frauen schlicht zu blöd. Und außerdem, ein Mädchen tut so etwas nicht. Ein Klischee? Ganz sicher nicht, eher ein alter aber noch heute geltender Glaubenssatz. Dennoch, gut über sich zu reden ist Teil des Gesamtkonzeptes und gehört dazu. Also immer raus mit der Sprache und gerne darauf hinweisen, wenn etwas aus der eigenen Ideenkiste stammt.

Die Natur stellt ein wunderbares Vorbild. Welches?

Wie immer findet sich in der Natur ein Vorbild, das keiner so richtig auf dem Schirm hat: die Biene. Die Biene ist nicht nur fachlich 1A, sie ist charmant, agiert überaus klug und vermarktet sich perfekt. Und ist zu 100 % echt. Wie sie das macht? Sie nimmt sich heraus genauso zu sein wie sie von der Natur gewollt ist und verbiegt sich nicht. Schauen wir genauer hin. Die Biene durchläuft in ihrer Karriere viele verschiedene Positionen und beginnt in der niedrigsten: als Putzbiene. Dann steigt sie automatisch auf und wird Amme für die Bienenlarven, dann Baumeisterin für Waben und Bienenwachserzeugerin. Danach wird sie zur Honigbereiterin und Pollenverarbeiterin befördert, um Gelée royale, das königliche Futter, herzustellen. Weiter geht die Karriere und sie wechselt in den Außendienst, um Vorräte zu sammeln und steigt gleichzeitig auf zum Kommunikationsprofi und schließlich zum Chefprogrammierer. Sie geht ihren Weg sehr zielgerichtet und schert sich nicht darum was andere über sie denken. Sie geht auch sehr fürsorglich mit sich und anderen um und bleibt sich immer treu. Das zum Thema Authentizität ….

Übung macht den Meister!

Die wichtigste Botschaft jedoch lautet, intelligentes Selbstmarketing kann man lernen und authentisches Auftreten ist auch kein Buch mit sieben Siegeln. Mit Übung und Durchhaltevermögen wird sich der Erfolg spürbar einstellen.

12 Tipps um mit intelligentem Selbstmarketing durchzustarten

Tipp 1: Beherzt aber nicht burschikos

Beherzt auftreten? Ja gerne, aber bitte nicht übertrieben burschikos und dann am Ende noch mit Kommandoton andere herumscheuchen. Motivation ist genauso gerne gesehen wie die bekannte „hands on“ Mentalität, dennoch geht das mit Freundlichkeit viel besser als mit harter Positionierung.

Tipp 2: Kritik annehmen und gelassen kommunizieren

Kommt Kritik auf, dann ist es vorteilhaft zu überlegen was daran stimmt ist und was nicht. In aller Regel ist immer ein Körnchen Wahrheit darin zu finden, von dem wir profitieren. Außerdem zeigen wir mit gemäßigtem Verhalten Größe und innere Stärke. Kritik beinhaltet für uns immer die Möglichkeit uns zu verbessern, deshalb ist Kritik im eigentlichen Sinne stets positiv für uns. In der Diskussion die eigene Meinung sachlich und mit ruhiger Stimme vertreten. Langsam sprechen und Wert auf eine gute Betonung legen. Viele Frauen schnattern ohne Punkt und Komma, besonders wenn sie anderer Meinung sind. Das jedoch ist anstrengend und nervt.

Tipp 3: Sich von Streitereien fernhalten

Hausgemachten Streitigkeiten unbedingt aus dem Weg gehen. Leider gibt es Kolleginnen oder Kollegen, die es darauf anlegen andere in Streitigkeiten hineinzuziehen. Sollte sich in unmittelbarer Umgebung ein solches Exemplar befinden, dann die die Ohren auf Durchzug stellen und auf keinen Fall offen auf irgendwelche Anfeindungen reagieren. Den Kollegen oder die Kollegin unter vier Augen zur Rede zu stellen und dabei unbedingt sachlich bleiben. Hilft dies nichts, dann das Gespräch mit dem den Vorgesetzten suchen.

Tipp 4: Aufrechte Körperhaltung und Kopf hoch

Es ist bekannt, dass der Körper mehr Worte spricht, als aus unserem Mund kommen. Deshalb ist eine gute Körperhaltung immer von Vorteil. Mit hängenden Schultern und gebeugtem Rücken gelingt es nur schwer andere von uns zu begeistern. Deshalb gerade gehen, aufrecht auf beiden Beinen stehen und auch im Sitzen den Rücken durchstrecken. Den Bürostuhl zeitweise mit einem Sitzball tauschen, um eine korrekte Körperhaltung zu trainieren.

Tipp 5: Selbstbewusst auftreten  

Herzklopfen, Schweißausbrüche und zittrige Knie bei einer Präsentation? Das muss nicht sein. Mit einer einfachen Übung können wir selbstbewusstes Auftreten üben. Am einfachsten geht das beim Einkaufen. Zum Beispiel eine Verkäuferin ansprechen und sich Produktinhalte erklären lassen.
In der Stadt nach dem Weg fragen, Bus fahren und den Busfahrer nach dem passenden Anschlussbus fragen. In einen Buchladen gehen und die Verkäuferin nach bestimmten Themenbüchern fragen und sich die Inhalte erklären lassen. Immer wieder die Möglichkeit suchen fremde Leute anzusprechen. Damit gewinnen wir mehr Lockerheit.

Tipp 6: Inhalte glaubwürdig präsentieren

Wann immer wir uns oder etwas präsentieren bzw. vermarkten, sollten wir zwischen fachlichen und emotionalen Inhalten unterscheiden. Bei fachlichen Inhalten ist es wichtig gerade, aufrecht und auf beiden Füßen zu stehen, den Kopf ebenfalls gerade halten und unserer Stimme einen festen Ton geben. Unsere Stimme sollte sich am Ende der Information senken, so als wenn wir einen Punkt an das Satzende setzen. Wenn wir uns emotional unterhalten oder Small Talk machen, dann stehen wir bevorzugt locker auf einem Bein, der Kopf ist leicht geneigt und ein Lächeln ist hier ebenfalls gut platziert. Unsere Stimme ist locker und kann am Satzende auch leicht aufsteigen, ähnlich wie ein Fragezeichen am Satzende. Es lohnt sich diese Übung zu Hause vor dem Spiegel auszuprobieren, sie unterstreicht wirksam unserer Worte.

Tipp 7: Angemessenes Outfit und eine gepflegte Erscheinung

Das ist ein heißes Eisen, denn jedes Unternehmen hat seinen eigenen Dresscode und manche gar keinen. Aber es gibt ein paar No Gos, die man kennen sollte. Hohe Absätze gehören zur Abendgarderobe, im Büro sind 3 – 5 cm der Mittelweg. Durchsichtige Blusen immer mit einem blickdichten Top darunter kombinieren. Zu enge Kleidung austauschen. Unsere Kleidung sollte unsere Figur locker umschmeicheln. Nackte Beine im Büro sind ein No Go. Die Beine sollten immer mit Seidenstrümpfen bekleidet sein. Kurze Röcke und dicke Wollstrümpfe? Je dicker die Strümpfe, umso sportlicher wirken wir und je kürzer der Rock, umso weniger wird auf das geachtet, was wir sagen.
Eine gepflegte Erscheinung hilft uns selbstbewusst rüber zu kommen. Mit frisch gewaschenen Haaren und schön frisiert, damit fühlen wir uns einfach besser und auch sicherer. Dazu gehören auch gepflegte Hände und passend lange Fingernägel, je nach Arbeitsort. Auch das Makeup sollte sich nach der Tätigkeit richten, die wir ausüben richten. und nicht zu dick aufgetragen sein. Make up Ränder an der Kleidung sollten nicht passieren.

Tipp 8: Work Life Balance auf 4 Säulen

Eine konsequente Work Life Balance ist die Grundlage für eine stabile Leistungsfähigkeit. Deshalb ist es wichtig, dass wir auf unsere Gesundheit achten und unsere Bedürfnisse im Auge behalten. Sich gesund ernähren, Stress abbauen, sich regelmäßig bewegen und ausreichend schlafen sind die 4 Grundsäulen, um stark und leistungsfähig zu bleiben. 2x Sport pro Woche sollte drin sein um Stress regelmäßig abzubauen. 6 – 8 Stunden Schlaf, viel trinken und ein vielseitiger, bunter Speiseplan runden die Basics für eine gelungene Work Life Balance ab. Nicht zu vergessen Zeit zum Chillen einplanen…

Tipp 9: Sich selbst wertschätzen

Eine sehr gute Übung um unser Selbstwertgefühl zu stärken ist, sich täglich auf die Schulter zu klopfen.
Das klappt am leichtesten, wenn wir uns am Ende des Tages auf die eigene Schulter klopfen und uns buchstäblich selbst loben, für etwas was uns heute gut gelungen ist.
Diese Übung, täglich gemacht, steigert unser Selbstwertgefühl enorm. Und es findet sich garantiert in jedem Tag etwas, das gut gelaufen ist. Auch wenn es „nur“ eine Kleinigkeit ist.

Tipp 10: Geschickt netzwerken

Je besser wir vernetzt sind, je besser wir auf dem Laufenden sind, umso stärker können wir auftreten.
Das Internet bietet uns zig Möglichkeiten an Netzwerken die unserer Karriere nutzen. Es lohnt sich bei einer gemütlichen Tasse Kaffee nach geeigneten Plattformen zu stöbern, von denen wir fachlich und persönlich profitieren. Sinnvoll sind Verbindungen die unsere Weiterentwicklung zielgerichtet fördern.

Tipp 11: Passende Weiterbildungen

Außer Netzwerken sollten wir uns fachlich immer auf dem besten Niveau bewegen.
Passende Fortbildungen sind ein guter Ansatz. Leider bezahlt nicht jedes Unternehmen einen jährlichen Fortbildungsgang, dann bleibt nur das klassische Sparschwein für Weiterbildungen. Das jedoch lohnt, gerade wenn man nicht ewig bei einem Unternehmen blieben möchte und noch mehr vorhat.

Tipp 12: Berufliche Exzellenz und die Sache mit der Expertise

Die Frage ist, wo laufen alle Fäden zusammen?
Um zu einer geschätzten Business Lady zu werden sollten wir uns auf unsere Stärken besinnen und darauf setzen. Wenn wir uns einen Arbeitsort aussuchen, der nicht wirklich zu uns und unseren Kompetenzen passt, dann ist das vergebliche Mühe. Wir rackern uns ab und werden niemals die Erfolge einfahren, die uns gebühren. Es lohnt sich genau zu schauen, wo wir stark aufgestellt sind und an welchem Punkt unsere Ausbildung, unsere Berufserfahrungen und unsere Weiterbildungen einen Pool an Expertise bilden. So lässt sich leichter erkennen welches Berufsfeld auch wirklich uns entspricht und wo wir uns am wohlsten fühlen. Damit sind wir auf dem richtigen Weg.

Über Claudia Nickel-Zimmer

Claudia Nickel-Zimmer ist diplomierte systemische Coach, die Gründerin des Unternehmens Senkrechtstarter.info und bietet Business & Performance Coaching für Frauen an.
Sie unterstützt Frauen darin ihr individuelles Selbstmarketing zu entwickeln, sich damit gut zu fühlen und Erfolg an Land zu ziehen. Im Januar 2019 ist ihr neues Buch „Heb ab und flieg los! Rosalies Strategie für Frauen, ihre Träume leben wollen.“ erschienen.

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